Schnee-Abenteuer im Garten: Iglu bauen mit Kindern
Abenteuer im Garten: Die ultimative Anleitung zum Iglu-Bauen
Wenn die Landschaft unter einer dicken Schneedecke versinkt, gibt es für Kinder kaum etwas Spannenderes, als ein eigenes kleines Haus aus Eis zu besitzen. Ein Iglu zu bauen ist ein tolles Familienprojekt, das Teamwork erfordert und stundenlangen Spielspaß garantiert.Was ihr für euer Iglu braucht
Bevor es losgeht, stellt sicher, dass ihr die richtige Ausrüstung bereit habt. Ihr braucht kein Profi-Werkzeug – das meiste habt ihr wahrscheinlich schon zu Hause:
- Pappschnee: Der Schnee muss feucht genug sein, damit er zusammenhält. Bei Pulverschnee klappt es leider nicht.
- Formen für die Blöcke: Große Plastikkisten, rechteckige Wäschekörbe oder auch stabile Aufbewahrungsboxen sind perfekt als "Ziegelform".
- Schaufeln: Eine große Schneeschaufel für das Fundament und kleine Schippen für die Feinarbeit.
- Geduld & warme Handschuhe: Am besten ein zweites Paar zum Wechseln einpacken!
Schritt-für-Schritt zum Schnee-Haus
1. Das Fundament legen
Sucht euch eine ebene Stelle im Garten. Tretet den Schnee in einem Kreis (Durchmesser ca. 2 Meter) ordentlich fest. Das ist die Basis, damit euer Iglu stabil steht.
2. Die Schneeziegel herstellen
Füllt eure Plastikkisten mit Schnee und drückt diesen so fest wie möglich hinein. Stürzt die Kiste vorsichtig um – schon habt ihr euren ersten Baustein. Produziert am besten gleich einen kleinen Vorrat.
3. Den Grundstein setzen
Platziert die erste Reihe der Blöcke entlang eurer markierten Kreislinie. Achtet darauf, dass die Blöcke dicht aneinanderliegen.
4. In die Höhe bauen
Ab der zweiten Reihe wird es trickreich: Setzt die Blöcke immer auf die Lücken der unteren Reihe (wie beim Mauern eines Hauses). Wichtig: Damit sich oben eine Kuppel bildet, müsst ihr jede neue Reihe ein kleines Stück weiter nach innen versetzt aufbauen.
5. Das Dach schließen
Für das Finale braucht ihr meist jemanden, der von innen hilft. Der letzte Stein wird vorsichtig oben aufgelegt. Keine Sorge, wenn kleine Lücken entstehen!
6. Verputzen und Einziehen
Zum Schluss stopft ihr alle Ritzen von außen mit losem Schnee zu (das isoliert wunderbar!). Jetzt könnt ihr vorsichtig einen Eingang hineingraben.
Pro-Tipp: Wenn ihr das Iglu über Nacht stehen lasst und es friert, wird es steinhart und hält oft viele Tage lang. Mit einer LED-Lichterkette im Inneren sieht es abends magisch aus!
⚠️ Sicherheit geht vor: Wichtige Tipps für den Iglu-Bau
Damit das Abenteuer im Schnee sicher bleibt, sollten Eltern und Kinder ein paar Grundregeln beachten:
- Lasse Kinder niemals unbeaufsichtigt: Auch wenn das Iglu stabil wirkt, sollte immer ein Erwachsener in der Nähe sein, während die Kinder darin spielen.
- Die richtige Größe: Baut das Iglu nicht zu hoch. Für den Hausgebrauch reicht eine Höhe, in der die Kinder bequem sitzen können. Je höher die Wände, desto größer die Last, falls doch mal etwas einstürzt.
- Belüftung ist lebenswichtig: Schnee isoliert extrem gut. Wenn das Iglu komplett geschlossen ist und vielleicht sogar eine Kerze darin brennt, kann der Sauerstoff knapp werden.
- Lösung: Stecht mit einem Stock zwei oder drei Lüftungslöcher in die oberen Reihen oder das Dach.
- Einsturzgefahr erkennen: Sobald es taut (Plusgrade), wird der Schnee weich und instabil. In diesem Fall ist es Zeit, das Iglu "kontrolliert abzureißen" oder den Zutritt zu verbieten, bevor es von selbst zusammenbricht.
- Offenes Feuer vermeiden: Nutzt im Inneren niemals echte Kerzen oder Campingkocher. Die Gase sind gefährlich und die Wärme bringt das Iglu zum Schmelzen. LED-Lichterketten oder batteriebetriebene Laternen sind die sichere und wunderschöne Alternative.
- Der "Not-Ausgang": Achtet darauf, dass der Eingang immer frei von losem Schnee bleibt, damit die Kinder jederzeit problemlos hinauskrabbeln können.